Politik, Wirtschaft & Umwelt

Politik & Wirtschaft auf Hawaii

Foto: Hawaii Museum/Pearl Harbour
Quelle: museumofflight.org

Politik:

Nach fast hundert Jahren als Königreich und sechzig Jahren als Territorium der USA wurde Hawaii 1959 zum amerikanischen Bundesstaat erklärt.
Dementsprechend besteht die Legislative aus dem Senat mit 25 gewählten Mitgliedern und einem Repräsentantenhaus mit 51 Mitgliedern. Ein Gouverneur führt die Staatsgeschäfte.
Im Gegensatz zu allen anderen Staaten der USA gibt es in Hawaii keine Stadtregierungen, sondern vier Bezirke mit eigenem Bürgermeister und Bezirksrat:
Oahu, Kauai, Big Island und Maui, zu dem auch die Inseln Molokai und Lanai gehören.

Fleming Beach Park

Foto: Dole Ananas Plantage
Quelle: de.wikipedia.org

Wirtschaft:

Walfang und Sandelholz waren nach 1800 die ersten Exportindustrien Hawaiis, später entstanden Zuckerrohr- und Ananasplantagen, die von nur fünf Gesellschaften, den Big Five, kontrolliert wurden. Ihnen gehörte das fruchtbare Land, sie bestimmten die Politik.
Erst mit dem Zweiten Weltkrieg änderte sich die Wirtschaftsstruktur. Grosse Militärstützpunkte sind entstanden. Noch heute sind rund 40'000 Soldaten auf Hawaii stationiert, viele von ihnen im riesigen Flottenstützpunkt Pearl Harbor, dessen Name für den Kriegseintritt der USA steht.
Heute aber sorgt der Tourismus für Arbeitsplätze und ein Drittel der Staatseinkünfte. Rund 7 Millionen Besucher kommen jährlich und lassen gut 6 Milliarden US-Dollars auf Hawaii.

Der Anbau von Ananas und Zuckerrohr ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Billige Importe aus Entwicklungsländern haben die Plantagen unrentabel gemacht. Der Immobilienboom lässt nun Apartments, Golfplätze und Shoppingsmalls entstehen. Auf dem verbliebenen Land werden heute vor allem hoch rentable Produkte wie Kaffee, Macadamianüsse oder Blumen angebaut.

Interessiert Sie auch:

Foto: Pakalolo Pflanze
Quelle: forum.grasscity.com

Pakalolo:

Pakalolo, oder auch verrückte Rauch genannt, ist das hawaiische Wort für Marihuana, das in den abgelegenen Bergen von Kauai, Maui und Big Island hervorragend gedeiht.
Trotz Lippenbekenntnissen der Politiker und regelmässiger Razzien, bei denen die Pflanzen aufgespürt und verbrannt werden, hat sich der Anbau zu einer lukrativen Industrie entwickelt.
Beim Wandern im Hinterland sollten Sie vorsichtig sein, da die Bauern allzu neugierige Besucher nicht mögen.

Fleming Beach Park

Foto: Tsunami auf Hawaii/Hilo (1960)
Quelle: 100megsfree3.com

Tsunami:

Seit der Katastrophe in Südostasien 2004 ist die von Seebeben ausgelöste "grosse Welle im Hafen" der ganzen Welt leidvoll bekannt.
Hawaii kannte Tsunamis schon zuvor, denn die Inseln mitten im Pazifik können solche Riesenwellen aus Asien, Alaska oder Amerika abbekommen.
Die letzte grosse Tsunami wurde 1960 durch ein Beben in Chile ausgelöst. Rund 16 Stunden später erreichte die 11 Meter hohen Welle die Ostküste Hawaiis, zerstörte die Hafenstadt Hilo und forderte 61 Menschenleben.
Heute hilft ein weltweites Warnsystem. Bei Tsunamiwarnung heulen Sirenen, und alle Küstenregionen werden unverzüglich evakuiert!

Quelle: hawaii-tourismus.com

Naturwunder Hawaii

Die Inselgruppe Hawaii im Pazifischen Ozean gehört zum polynesischen Kulturraum und bildet die nördliche Spitze des sogenannten polynesischen Dreiecks.
Politisch gehört Hawaii als 50. Bundesstaat zu den Vereinigten Staaten von Amerika. Hawaii liegt über 3.600 km vom amerikanischen Festland Kalifornien. Insgesamt gehören zu Hawaii 137 Inseln, jedoch nur die acht grössten - Oahu, Maui, Kauai, Niihau, Molokai, Lanai, Kahoolawe und Hawaii-Big Island, bewohnt sind.

Quelle: Google Maps